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Operation als Therapiemethode der Wahl

nach operativer Kapselraffung


Die Operation wird von außen am Oberschenkel durchgeführt. Es wird ein Hautschnitt von etwa 5-7 cm Länge (abhängig auch von der Größe des Hundes) gesetzt, die Muskulatur wird zur Seite gedrängt, um an das Hüftgelenk so nah wie möglich heranzukommen. Ist das Gelenk vermehrt gefüllt, was bei bereits bestehender Entzündung der Fall ist, wird die überschüssige Flüssigkeit mit einer Spritze abgezogen. Dann werden vor und über dem Hüftgelenk mit einem stabilen, meist einem langsam selbstauflösenden Faden mehrere Hefte gesetzt. Der Erfolg kann mit einem speziellen Stabilitätstest (Ortolanitest) direkt in der Operation geprüft werden. Nur im hinteren Gelenkbereich kann aufgrund des dort verlaufenden Ischiasnervs nicht genäht werden. Im Idealfall ist das Gelenk nach der Operation vollkommen stabil, das kann aber aufgrund des Ischiasverlaufes und anderer individueller anatomischer Gegebenheiten nicht in jedem Fall erreicht werden.
Bei der Kapselraffung wird das Hüftgelenk nicht eröffnet, sondern es werden nur Hefte gesetzt, die die Gelenkkapsel verkürzen und somit verhindern, dass der Oberschenkelkopf aus der Pfanne herausrutschen kann. Die Muskulatur wird wieder zurückverlagert, aber nicht vernäht, um dem sich möglicherweise bildenden Wundsekret den Weg an die Oberfläche zu erleichtern, damit das Sekret nicht auf das Gelenk und die Hefte drücken kann.


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