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Nachsorge

voller Tatendrang


Die Hunde können direkt nach der Operation nach Hause entlassen werden und müssen dann 6 Wochen geschont und an der Leine geführt werden. Ganz wichtig ist die Schonung in den 6 Wochen nach der Operation, damit die Hefte nicht ausreißen und der Körper stabiles Narbengewebe bilden kann, das später die Funktion der Hefte dauerhaft übernimmt. In den ersten 14 Tagen ist die Bewegung auf ein Minimum zu begrenzen (Erledigen der notwendigen Geschäfte). Außerdem muss die Fütterung dann angepasst werden, damit der Hund nicht zunimmt. In den letzten beiden Wochen wird die Dauer der Bewegung an der Leine verlängert und idealerweise eine spezielle Physiotherapie zum Muskelaufbau begonnnen. Besonders bewährt hat sich hier das Training auf dem Unterwasserlaufband, das schon nach Abheilen der Operationswunden begonnen werden kann. Wenn vor der Operation genug Zeit bleibt, sollte schon zuvor mit dem Laufbandtraining begonnen werden, da gute Bemuskelung das Risiko des Zerreißens der Hefte vermindert und die Gelenke zusätzlich stabilisiert. Auch Schwimmen und (sofern der Hund alt genug dafür ist) langsames Joggen oder Radfahren auf weichem Boden kann nach den ersten 6 Wochen zum Muskelaufbau beitragen.
Riskant sind dagegen Ballspiele oder exzessives Toben mit anderen Hunden.
Das Zufüttern von Knorpelschutzpräparaten mit Extrakten der Grünlippenmuschel ist ebenfalls empfehlenswert. Schmerzmittel werden dagegen nur in Ausnahmefällen länger als einige Tage postoperativ gegeben, damit der Hund sich schont. Sollten aufgrund bereits vorhandener arthrotischer Veränderungen später andere Behandlungen der HD notwendig werden, können immer noch alle Therapiemaßnahmen wie beim nicht operierten Hund angewendet werden.


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