Die Erfahrung der letzten 11 Jahre (ich führe diese Operation seit 1996 regelmäßig durch) haben gezeigt, dass ein stabiles Hüftgelenk, auch wenn es nicht hundertprozentig kongruent passt, sehr viel langsamer verschleißt als ein instabiles Hüftgelenk.
Für Kniegelenke, bei denen Instabilität häufig infolge von Bänderrissen auftritt, ist dies schon lange bekannt und bewiesen.
Außerdem zeigen die Folgeuntersuchungen vieler der in der Anfangszeit operierten Hunde, dass zwar häufig im höheren Alter in den Röntgenaufnahmen gering- bis mittelgradige Verschleißerscheinungen erkennbar sind, die Hunde aber beschwerdefrei sind.
So handelt es sich bei einem meiner ersten Patienten um einen mittlerweile 11-jährigen Neufundländer, der alle seine Wurfgeschwister überlebt hat, die fast ausnahmslos wegen ihrer HD eingeschläfert werden mussten. Er hat in seinem bisherigen Leben bis auf die ersten Lebensmonate (Verheilen der Operationswunden und dem Ende der operationsbedingten Schonzeit) keinerlei Probleme mit der Hinterhand gehabt und erfreut sich in orthopädischer Hinsicht bester Gesundheit. Und das, obwohl seine Oberschenkelköpfe bereits mit 5 Monaten ( zum Zeitpunkt der Operation) fast vollständig außerhalb der Hüftpfannen lagen und in der Operation auch aufgrund massiver Zubildungen in den offenbar niemals benutzten Pfannentiefen nicht mehr als 30% in die Pfannen verlagert werden konnten. Durch die gute Stabilisierung hat sich dennoch eine nur mäßige Arthrose entwickelt, mit der der Hund gut leben kann. Diese Erfahrung hat sich in vielen Fällen bei der Langzeitstudie gezeigt.
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